Der Füllungsgrad ist das Verhältnis von Volumen des Sandes zum Volumen des Zementleimes. Wird der Füllungsgrad größer, so steigen sowohl die Fließgrenze g als auch die Viskosität h an. Dies ist abhängig vom Sand und dessen Zusammensetzung als auch vom Zement. Abbildung10 ([1, Banfill, Hornung,]) zeigt 3 Sande mit 3 Zementen bei gleichem Wasserzementwert und gleichem Füllungsgrad.

Abbildung: Gleicher
w/z-Wert
und
gleicher
Füllungsgrad
Teubert [9, Teubert,] hat den Einfluss der Sieblinie des Viskosandes aus Beckum auf die rheologischen Parameter untersucht. Betrachtet man die statistische Schwankung der Sieblinie bei 20 Stichproben, und vergleicht dann die rheologischen Eigenschaften der 5% und der 95% Fraktile, so ändert sich die Fließgrenze von 17 nach 21 Nmm die Viskosität von 0,043 nach 0.032 min*Nmm. Maßgeblich ist hier der Einfluss des Mehlkorns (siehe Abbildungen 11 und 12). Nach Banfill und Hornung[1, Banfill, Hornung,] kann mit steigendem Mehlkornanteil die Fließgrenze g ansteigen, die Viskosität h steigen oder gleichbleiben. Die Form des Korns geht natürlich ebenfalls ein. Bei Untersuchungen mit Zuschlagsgrößen bis 0,1mm sieht man bei gleicher Kornverteilung starke Unterschiede zwischen Flugasche (wenig Zunahme von g und h) und gemahlenem Glas. In diesem Partikelbereich geht eine Verschiebung zur feineren Anteilen immer mit einem Anstieg von g und h einher [10, Billberg,].

Abbildung 11: Normsand
(5%
und
95%
Fraktile)

Abbildung: Widerstandsmoment
(Normprofil)
für
beide
Sandfraktile